Montag, 29. November 2010

Durch das Leben gleiten

Gleite durch die kleinen Fluchten des Tages.
Ströme hindurch,
durch die Weiten der Welt.
Spüre nichts als warme Wolken.

Taube Stimmen wispern um mich
und meinen herrenlosen Körper.

Nur die Furcht vor dem Fall,
hindert meinen Geist an dem Erwachen.

Vermisst

Plötzlich träume ich wieder
ohne Strafe
ohne Sühne
von abgrundtiefen Schluchten
und himmelhohen Zielen.

Meine Flügel

Als seien meine Flügel
über die Jahre verkommen.
Gestutzt von meiner eigen geistes Quell
nun zu neuem Leben erweckt
und keine Gedankenlast
kann mich am Fliegen hindern.

Sonntag, 28. November 2010

Wünsche

Was ich anderen wünsche
bekommt Flügel

und kehrt irgendwann Heim.

Zu Hause in der Fremde

Fremde Geschichten
trösten mich hinweg
über die Realitäten das Tages
und die Träume der Nacht.

Doch was ist noch mein,
wenn mein Geist wandelt
in anderen Welten
und das Eigen ungekannt verkommt?

Abendhauch

Sehne mich nach dem Abendhauch
wenn der Nebel sich lichtet
und die Fragen der Jugend längst verstummt
 -
welch Entscheid bleibt von Bedeutung
wenn Du Dein Leben schon gelebt
 -
welch Ängste bleiben
wenn Deine Zeit
rinnt durch Deine Finger
und der letzte Atemzug erlischt
in friedvollem Wissen
um des Lebens Sinn.

Sonntag, 7. November 2010

Lautloses Erwachen

Toskana


Wohlgeformtes Leben
nagt an meinem Verstand.
Flüchte mich in die Tiefen der Nacht
als sei´s die Lösung aller Rätsel.
Möchte schreien -
nackt über Klippen springen
doch lautlos bleibt mein Geheul.
Meine Stimme verebbt bereits
bevor der Morgen kommt
und lieblich tröstend
klingt das Lied vom Tode.

Ohne

Ohne Verlangen
ohne Frust
irre ich durch menschenleere Gassen
nur die Angst
als mein ständiger Begleiter
ist Zeuge meiner Existenz

Keinen Schmerz, keine Freude
das Gefühl, kein Gefühl mehr zu empfinden
ohne sich selbst gefunden zu haben

Es ist die Leere die herrscht,
die mich zerreißt

Bin nicht einsam, bin nicht geliebt
bin weder glücklich
noch am Ende

Was wäre wenn...

Was wäre wenn
es Liebe wär?
Würd ich mein Herz verschenken?
Wehe mir
und Dir zugleich.
Es würd kein End
um dessen lieblich Zeit
man uns beneidet.

Worum es geht...

Worum geht es  -
fragt der Verstand.
Sei still und lausche -
kreischt mein Herz.