Wa(h)re Worte
Mittwoch, 28. Dezember 2011
Blutrot
Blutrot
wie ein vor Leben sprudelnder Bann
manchmal vermag es keine Farbe mehr
als das pure Rot
mich zu beruhigen
meine Lider zu streicheln
bis die Sonne verblasst
und nur mein Inneres
Licht ins Dunkel bringt.
Samstag, 10. September 2011
Im freien Fall
Bild: H.Jaeger - "Spring" 2010
Falle tief
und rasend schnell
ohne Halt und ohne Hilfe
bin gesprungen
immer wieder
in das dunkle Ungewiss
nun fliege ich
mal leicht, mal schwer
zwischen meinen Sinnen umher
zu schwer war der Sprung
als dass ich kehren möcht
zu tief der Schmerz
am Klippenrand
viel tiefer noch als hier
ohne eine helfend Hand
nun reißt es mich mit
das Leben
mit all seinen Höhen und Tiefen
stoße an und fürchte den Schmerz
doch Blut gerinnt
vernichte den Verstand - höre auf mein Herz
noch während die Zeit auf´s Neue beginnt
stoße mich ab
immer wieder
knie vor meiner Angst
nicht mehr nider
mit wehenden Haaren
mit Wind im Gesicht
rase ich weiter
doch sehe es nicht
sehe nicht wie es enden wird
doch das ist mir gleich
bin vom Leben betört.
(Anna)
Sonntag, 7. August 2011
Schattenspiel
Düfte benebeln meine müden Sinne
erwache wie nach bösem Traum
und finde mich wieder
im Garten Eden
Ein leises Lüftchen durchbricht
das Rauschen in mir
Schmetterlingsflügel schlagen fort
all die ungeduldige Qual offener Fragen
Dennoch sehe ich
inmitten all der Rosenpracht
nur Nebel, Gischt und salzig rauhen Wind
gepeitscht an meine Wangen
wie zum Troste
tanzen elfengleich und köstlich zart
des Flieders Schatten über meine Seiten
ich wünscht es wär´n die Einzigsten.
Freitag, 5. August 2011
Mein Herz
Mit Dir in meinem Herzen
ist alles schwer
und leicht zugleich
Freude, Angst und Zuversicht
zählen keine Stunden
Gefühle tanzen wild umher
bestimmt nur vom Sekundentakt
sehne mich nach Dir
mein Herz
und lass Dich in das Meine.
Sonntag, 5. Juni 2011
Es regnet Worte
Worte
klar und stark
prasseln auf mich nieder
wie ein kühler Sommerregen
schmecke jede Silbe
koste jeden Klang
bevor sie versickern
zwischen der Hasst des Tages
und der Dürre der Nacht
Dienstag, 17. Mai 2011
Hoffnungsvoller Schmerz
Verstummte Stille
bricht jeglich Glanz und Zuversicht
Fluchten scheitern
verschluckt von meinem tiefsten ich
Rückt ab vom mir
Ihr Hoffnungsklänge
lass mich treiben
in die Leere - in die Menge
zu schmerzlich
wär die Stille
die nun folgen könnt´
zu schön
der Glaube
es sei uns bald gegönnt.
Ein neuer Tag
Der gestrige Tag
schüttel ihn ab von mir
und mit ihm all die Last
auf meinen Schultern
schutzlos, frei und unbedarft
wie es nur ein Kind vermag
heiße ich die neue Zeit willkommen
ohne Angst
nur mit Augen für das Schöne
werden Sehnsüchte zu Zielen
und ich wachse
wachse noch bevor
der Morgen kommt.
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